Viszeralmedizin 2019, 2. - 5. Oktober
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1925

5. Tagung

Wien, 30. September – 3. Oktober 1925

Leopold Kuttner

Berlin

* 1866 in Glogau/Głogów

† 1931 in Berlin

Vita

Leopold Kuttner absolvierte seine Ausbildung zum Internisten bei Carl Anton Ewald am Berliner Augustahospital. 1906 wurde er zum Ärztlichen Leiter der II. Medizinischen Klinik am Rudolf-Virchow-Krankenhaus in Berlin gewählt und übernahm 1910 die Ärztliche Direktion dieses großen Städtischen Klinikums. Kuttner war vielfältig engagiert; so war er Vorsitzender der Chefärzte an den städtischen Krankenanstalten Großberlins. Der Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten gehörte er seit 1913/14 als Mitglied des Ausschusses an; von Boas wurde er als Mitbegründer der Tagungen bezeichnet.

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Wissenschaftliche Schwerpunkte

Kuttner beschäftigte sich frühzeitig mit der technischen Weiterentwicklung der Endoskope; so konstruierte er ein gegliedertes Gastroskop und stellte umfangreiche Untersuchungen zur Gastro-Diaphanoskopie mit Modifikationen des von Max Einhorn vorgestellten Instrumentes („Gastrodiaphan“) an. Ebenso befasste er sich mit der Technik der Rektoskopie. Später interessierten ihn vornehmlich die Magenkrankheiten, besonders die Achylia gastrica, das Magenulcus und die diätetische Therapie. Zudem beschäftigte er sich mit dem Magen- und Kolon-Karzinom sowie mit der bakteriologischen Untersuchung des Duodenalsekretes.

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Entwicklungen der Gesellschaft während der Präsidentschaft

Kuttner setzte sich lange Zeit für den Ausbau der Gesellschaft ein. So ist es gewiss kein Zufall, dass unter seinem Vorsitz die 5. Tagung zu einen Markstein wurde: aus den Tagungen wurde eine Gesellschaft. Am 3. Oktober 1925 beschloss die Mitgliederversammlung in „Ordentlicher Geschäftssitzung“ Satzung und Geschäftsordnung. Das Mitgliederverzeichnis. wies am Ende des Kongresses 150 Mitglieder aus. Ein Jahr später, 1926, waren es bereits 306. Zum Generalsekretär wurde Reinhard von den Velden gewählt. Ferdinand Blumenthal übernahm die Funktion des Schatzmeisters, sein Stellvertreter wurde Otto Porges, Stoffwechselforscher und Gastroenterologe an der I. Medizinischen Universitätsklinik Wien. Als Schriftführer fungierte Ernst Fuld, ein Schüler Ewalds und seit 1909 in Berlin als niedergelassener Gastroenterologe tätig.

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Ausgewählte Publikationen

1. mit Jacobsohn J. Ueber electrische Durchleuchtung des Magens und deren diagnostische Verwertbarkeit. Berl klin Wochenschr 1893; 30: 941 – 944.
2. gemeinsam mit dem Chirurgen Hermann Lindner: Lehrbuch der Chirurgie des Magens. Berlin 1898.
3. Über abdominale Schmerzanfälle, in: Sammlung Zwangloser Abhandlungen aus dem Gebiete der Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. Albert Albu (Hg.), Band 1 (Heft 3), Halle 1908, 3 – 69.
4. Störungen der Sekretion und der Motilität des Magens. In: Spezielle Pathologie und Therapie innerer Krankheiten. Kraus F, Brugsch Th. (Hg.), Band V ( Erkrankungen des Verdauungsapparates I. Teil: Mund – Speiseröhre – Magen ), Berlin - Wien 1921, 515 – 722 und 723 – 909.
5. Wandlungen auf dem Gebiete der Magenkrankheiten in den letzten 30 Jahren ( 1897 – 1927). Arch f Verdauungskr 1928; 43: 1 – 37.

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