Viszeralmedizin 2019, 2. - 5. Oktober
Menu

1981

36. Jahrestagung

Basel, 17. – 19. September 1981

Georg Strohmeyer

Düsseldorf

* 1928 in Freden/Leine

Vita

Georg Strohmeyer war von 1956 bis 1958 als DFG-Stipendiat im Biochemischen Institut der Universität Hamburg tätig und wurde danach Assistenzarzt in der Medizinischen Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf. 1960/61 arbeitete er als Research Fellow der Harvard University Boston mit Thomas Chalmers. 1962 an die Hamburger Klinik unter Heinrich Bartelheimer zurückgekehrt, wurde er dort habilitiert. 1963 folgte Strohmeyer Gustav Adolf Martini als Oberarzt an die Medizinische Klinik der Philipps-Universität Marburg. 1973 wurde er als Ordinarius für Innere Medizin an die Universität Düsseldorf berufen; er leitete die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie 21 Jahre bis zu seiner Emeritierung 1994. Danach war Strohmeyer von 1995 bis 2008 als Ärztlicher Direktor des Verbundes Katholischer Kliniken in Düsseldorf tätig. Er engagierte sich in verschiedenen Institutionen zur Unterstützung der medizinischen Grundlagenforschung, u.a. in der Jürgen-Manchot-Stiftung. Zudem gründete er eine eigene Stiftung zur Förderung innovativer Dissertationsthemen und von Nachwuchswissenschaftlern. Als Nachfolger Hennings war Georg Strohmeyer von 1986 bis 1991 Schriftleiter der Zeitschrift für Gastroenterologie und stärkte deren Profil. Über mehrere Jahre war er Prorektor der Heinrich Heine Universität und Ärztlicher Direktor. Für seine Verdienste in Klinik (u.a. Aids), Forschung und Lehre erhielt er u.a. das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, die Thannhauser Medaille in Gold (DGVS) und andere Auszeichnungen.

Mehr

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Chronische Lebererkrankungen, insbesondere die chronischen Hepatitiden und die Leberzirrhose sowie ihre Komplikationen standen im Mittelpunkt von Strohmeyers Arbeiten. So war er von 1986 bis 1995 Sprecher der klinischen Forschergruppe „Mechanismen der Leberschädigung“ der DFG in Kooperation mit dem Institut für Biochemie (Helmut Sies), Düsseldorf. Zudem beschäftigten ihn Fragen der Enzym-Diagnostik, der Ammoniakstoffwechsel, das Hepatorenale Syndrom und die Therapie der Ösophagusvarizenblutung. Die Pathophysiologie des Eisentransportes und des Kupferstoffwechsels sowie die Therapie von Hämochromatose und Morbus Wilson bildeten besondere Forschungsschwerpunkte der Düsseldorfer Klinik.

Mehr

Entwicklung der Gesellschaft während der Präsidentschaft

Die 36. Tagung fand in Basel gemeinsam mit der Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Gastroenterologie statt. DGVS, Österreichische und Ungarische Gesellschaft für Gastroenterologie wählen die Zeitschrift für Gastroenterologie als ihr gemeinsames offizielles Publikationsorgan.

Mehr

Ausgewählte Publikationen

1. mit C. Niederau et al. Survival and causes of death in cirrhotic and in noncirrhotic patients with primary hemochromatosis. N Eng J Med 1985; 313: 1256 – 1262.

2. mit W. Stremmel et al. Wilson disease: clinical presentation, treatment and survival. Ann Int Med 1991; 115: 720 – 726.

3. mit C. Niederau und W.Stremmel. Angeborene Stoffwechselerkrankungen. Genetik – Pathophysiologie – Klinik – Diagnostik – Therapie. Landsberg 2002.

4. mit G. Paumgartner als Hg. Chronische Virushepatitis und ihre Behandlung mit Interferon alpha. Berlin 1991.

5. mit G. A. Martini und W. Creutzfeldt. Meilensteine der Gastroenterologie und Stoffwechselforschung. Freiburg 1997.

Mehr