Viszeralmedizin 2019, 2. - 5. Oktober
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1992

47. Jahrestagung

München, 07. - 10. Oktober 1992

Gustav Paumgartner

München

* 1933, Neumarkt/Steiermark, Österreich

Vita

Gustav Paumgartner studierte in Princeton, Graz und Wien, wo er 1960 promovierte. Nach einer zweijährigen Tätigkeit am Pharmakologischen Institut der Universität Wien war er Assistenzarzt an der II. Medizinischen Universitätsklinik Wien. 1965 - 1966 war er Fellow in Medicine im Department of Medicine des New Jersey College of Medicine and Consulting Physician am Jersey City Medical Center, NJ, USA. Danach war er wieder an der II. Medizinischen Universitätsklinik Wien tätig. Von dort ging er an das Institut für Klinische Pharmakologie der Universität Bern, wo er sich habilitierte und zum vollamtlichen Extraordinarius sowie zum Vizedirektor des Institutes ernannt wurde. 1979 wurde er als ordentlicher Professor für Innere Medizin an die Ludwig-Maximilians-Universität nach München berufen und zum Direktor der Medizinischen Klinik II am Universitätsklinikum Großhadern ernannt. Nach seiner Emeritierung 1999 leitete er bis 2010 die Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2013 wurde er zum Gastprofessor an der Klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie der Medizinischen Universität Wien ernannt.

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Wissenschaftliche Schwerpunkte

Der wichtigste wissenschaftliche Schwerpunkt von Gustav Paumgartner liegt auf dem Gebiet der Gallensekretion, des Gallensäurenstoffwechsels und der Cholestase. Er zeigte erstmals, dass die Aufnahme von Gallensäuren in die Leber über einen natriumabhängigen Transport erfolgt und beschrieb die Wirkungsmechanismen der Ursodesoxycholsäure bei chronisch cholestatischen Leberkrankheiten. Der zweite Schwerpunkt ist die Pathogenese und Therapie der Cholelithiasis. Gustav Paumgartner führte die extrakorporale Stosswellenlithotripsie zur Behandlung der Cholelithiasis in die Therapie ein und kombinierte sie mit der Litholyse mittels Ursodesoxycholsäure. Ein dritter Schwerpunkt war die portale Hypertension bei Leberzirrhose und die Behandlung der Ösophagusvarizenblutung.

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Entwicklung der Gesellschaft während der Präsidentschaft

Gustav Paumgartner repräsentierte in der Gesellschaft den „Clinical Scientist“ und förderte eine enge Verbindung von Grundlagenforschung und klinischer Praxis. Hauptthemen des Kongresses waren u.a. Erkrankungen des hepatobiliären Systems und die Cholelithiasis.

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Ausgewählte Publikationen

1. Reichen J, Paumgartner G. Uptake of bile acids by perfused rat liver. Am J Physiol 1976; 231: 734 – 742.

2. Sauerbruch T, Delius M, Paumgartner G, Holl J, Wess O, Weber W, Hepp W, Brendel W. Fragmentation of gallstones by extracorporeal shock waves. N Engl J Med. 1986; 314: 818 – 822.

3. Sauerbruch T, Wotzka R, Kopcke W, Harlin M, Heldwein W, Bayerdorffer E, Sander R, Ansari H, Starz I, Paumgartner G. Prophylactic sclerotherapy before the first episode of variceal hemorrhage in patients with cirrhosis. N Engl J Med. 1988; 319: 8 – 15.

4. Beuers U, Spengler U, Kruis W, Aydemir U, Wiebecke B, Heldwein W, Weinzierl M, Pape G R, Sauerbruch T, Paumgartner G. Ursodeoxycholic acid for treatment of primary sclerosing cholangitis: a placebo-controlled trial. Hepatology 1992;16: 707 – 714.

5. Beuers U, Bilzer M, Chittattu A, Kullak-Ublick GA, Keppler D, Paumgartner G, Dombrowski F. Tauroursodeoxycholic acid inserts the apical conjugate export pump, Mrp2, into canalicular membranes and stimulates organic anion secretion by protein kinase C-dependent mechanisms in cholestatic rat liver. Hepatology 2001; 33: 1206 – 1216.

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