2003

58. Jahrestagung

17.-20.9.2003, Nürnberg

Wolfgang Fischbach

Aschaffenburg

* 1952 in Bayreuth

Vita

Nach dem Medizinstudium an der Universität Würzburg begann Wolfgang Fischbach 1981 seine internistische Ausbildung als Assistent an der Medizinischen Poliklinik der Universität Würzburg zunächst unter Hans Franke und ab 1982 unter Klaus Wilms, wo er 1987 die Anerkennung als Internist erhielt und 1988 habilitierte wurde. 1989/1990 forschte er als Stipendiat der DFG am Dept. of Pathology, University of Washington, Seattle, USA. Im Juli 1993 wurde er als Chefarzt der Medizinischen Klinik II (Gastroenterologie und Onkologie) ans Klinikum Aschaffenburg berufen. Hier ist er zudem seit 2007 Ärztlicher Direktor, seit 2008 Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin und seit 2011 Leiter des Onkologischen Zentrums. In Vorbereitung auf die Tätigkeit als Ärztlicher Direktor absolvierter er ein Studium der Gesundheitsökonomie an der EBS in Oestrich-Winkel, das er 2007 als Gesundheitsökonom abschloss. 2008 war Fischbach Präsident der Gesellschaft für Gastroenterologie in Bayern.

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Wissenschaftliche Schwerpunkte

An der Universität Würzburg beschäftigte sich Fischbach mit der spontanen humanen und experimentellen kolorektalen Karzinogenese. Diese Arbeiten wurden von 1985 an über viele Jahre durch die Wilhelm Sanderstiftung und Dr. Pfleger-Stiftung unterstützt. Einen Schwerpunkt in der klinischen Forschung stellten die Leukozytenszintigraphie und das fäkale Alpha-1-Antitrypsin bei CED dar. Als Gastroenterologe an einer Klinik mit einem Schwerpunkt in der Hämatologie/Onkologie wurde er immer wieder mit den gastrointestinalen Lymphomen konfrontiert. Sie wurden sein spezielles und ihn bis heute beschäftigendes Tätigkeitsfeld. 1992-2002 war er Studienleiter mehrerer von der Deutschen Krebshilfe geförderten Multicenterstudien. Heute ist er nationales und internationales Referenzzentrum für gastrointestinale Lymphome. Auf diese Aktivitäten ist zurückzuführen ist auch, dass er verantwortlicher Leiter und Autor der S3-Leitlinie „H. pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit“ der DGVS 2009 und des Europäischen Konsensusreports „MALT-Lymphome“ der EGILS 2010 war. Neun seiner Oberärzte in Aschaffenburg sind Chefärzte an Akademischen Lehrkrankenhäusern geworden oder in leitender Position in In- und Ausland tätig.

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Entwicklung der Gesellschaft während der Präsidentschaft

Seine Präsidentschaft war durch die vorbereitenden Aktivitäten für zukünftige gemeinsame Jahreskongresse mit den Viszeralchirurgen gekennzeichnet. Die von ihm begleitete Professionialisierung der Arbeit der DGVS fand ihren Niederschlag in der Einstellung einer hauptamtlichen Geschäftsführung, die das neu erworbene Gastro-Haus in Berlin bezog.

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Ausgewählte Publikationen

1 Herausgeber des Lehrbuches „Gastroenterologie in Klinik und Praxis“ Thieme Verlag
2 Ruskone-Fourmestraux A, Fischbach W, et al. EGILS consensus report. Gut 2011;60:747-58
3 Fischbach W et al. S3-Leitlinie „H. pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit“, Z Gastro 2009;47:68-102
4 Fischbach W et al. Most patients with minimal histological residuals of gastric MALT lymphoma after successful eradication of H. pylori can be safely managed by a watch and wait strategy. Gut 2007;56:1685-7
5 Fischbach W et al. Minimal residual low-grade gastric MALT-type lymphoma after eradication of H. pylori. Lancet 2002;360:547-8
6 Fischbach W et al. Primary gastric B-cell lymphoma. Results of a prospective multicenter study. Gastroenterology 2000;119:1192-1202

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