2004

59. Jahrestagung

1.–4. September 2004, Leipzig

Wolfgang E. Fleig

Leipzig

* 1949 in Durmersheim

Vita

Wolfgang Fleig studierte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg von 1968 bis 1974 Humanmedizin begleitet von einem zweijährigen Psychologiestudium. Nach Promotion 1974 und Approbation 1976 folgte 1977 bis 1983 die internistische und gastroenterologische Weiterbildung in der Abteilung für Innere Medizin II der Universität Ulm. Fleig habilitierte sich 1988 an der Universität Ulm für Innere Medizin und wechselte im Jahr danach als Oberarzt an die Medizinische Klinik I der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg; dort wurde er 1993 zum Professor (C3) für Innere Medizin / Gastroenterologie ernannt. Von 1993 bis 2005 war Fleig Lehrstuhlinhaber für Innere Medizin und Gastroenterologie sowie Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seit Oktober 2005 ist er Medizinischer Vorstand und Sprecher des Vorstands am Universitätsklinikum Leipzig.
Fleig war von 1991 bis 1994 Sekretär und 1997/98 Präsident der Deutschen Arbeitsgemeinschaft zum Studium der Leber (GASL) und engagierte sich von 1996 bis 2011 in der Hepatobiliary Group der Cochrane Collaboration. Von 2001 bis 2010 war er Vorsitzender der Leitlinienkommission der DGVS und von 2003 bis 2011 Mitglied in der Ständigen Leitlinienkommission der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Seit 2005 war Fleig für sechs Jahre als Schatzmeister im Vorstand der Association of National European and Mediterranean Societies of Gastroenterology (ASNEMGE) tätig.

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Wissenschaftliche Schwerpunkte

Fleig beschäftigte sich mit der Wachstumsregulation von Hepatozyten, mit der Hepatozytentransplantation und mit dem Hepatischen Insulinrezeptor sowie mit dem Kohlenhydratstoffwechsel. Weitere Arbeitsgebiete bezogen sich auf die Leberzirrhose, den Pfortaderhochdruck, den Aszites, die portosystemische Encephalopathie und das Hepatozelluläre Karzinom. Der Endoskopie widmete er besonderes Interesse. Außerdem engagierte er sich für die Therapiestudien zu den chronisch entzündlichen Darmkrankheiten.

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Entwicklungen der Gesellschaft während der Präsidentschaft

Für Fleig war die Etablierung einer dauerhaften Struktur innerhalb der DGVS zur Leitlinienentwicklung ein wesentliches Anliegen. Im Kontext der Initiativen für ein neues Corporate Design der DGVS wurde 2004 ein neues Logo eingeführt, das unter Bezug auf die wegweisende Geschichte der Gesellschaft Carl Anton Ewald und Ismar Boas abbildet. Die Entwicklung der DGVS-Jahrestagung zur Viszeralmedizintagung gemeinsam mit der DGVC war für Wolfgang Fleig ein weiteres Anliegen während seiner Präsidentschaft.

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Ausgewählte Publikationen

1. Fleig WE et al. Modulation by a sulfonylurea of insulin-dependent glycogenesis but not of insulin binding in cultured rat hepatocytes. Evidence for a postreceptor mechanism of action. Diabetes 1984; 33: 285-90.

2. Fleig WE et al. Regulation of basal and insulin-stimulated glycogen synthesis in cultured hepatocytes. Inverse relationship to glycogen content. J Biol Chem 1987; 262:1155-60.

3. Fleig WE et al. Prevention of recurrent bleeding in cirrhotics with recent variceal hemorrhage: prospective, randomized comparison of propranolol and sclerotherapy. Hepatology 1987; 7:355-61.

4. Lotterer E, Wengert A, Fleig WE. Transjugular intrahepatic portosystemic shunt: Short-term and long-term effects on hepatic and systemic hemodynamics in patients with cirrhosis. Hepatology 1999; 29:632-9.

5. Wagner AD, Grothe W, Haerting J, Kleber G, Grothey A, Fleig WE. Chemotherapy in advanced gastric cancer: a systematic review and meta-analysis based on aggregate data. J Clin Oncol 2006; 24:2903-9.

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